In einigen Revierführen wird gesagt, dass das schönste an Lavrion die Lage ist. Die Lage an der südöstlichen Spitze des Kaps von Attika ist in der Tat ein Vorteil. Der Hafen liegt nur ca. 30 km vom internationalen Athener Flughafen „Eleftherios Venizelos“ entfernt und ist damit schneller zu erreichen als die Athener Yachthäfen. Die Kykladen Inseln liegen quasi direkt vor der Haustür und sind in nu...
r wenigen Seemeilen erreichbar. Die gute Lage ist sicherlich ein Grund dafür, weshalb sich auch eine ganze Reihe von Charterfirmen hier niedergelassen haben.
Lavrion ist seit der Antike ein Zentrum für Bergbau und Minen. Bis heute werden Erze noch abgebaut. Einer der größten Arbeitgeber der Gemeinde ist das nordöstlich der Stadt gelegene Kraftwerk, dass Athen mit Strom versorgt. Das Kraftwerk ist nur auf der Fahrt in den Hafen zu sehen, vom Hafen aus aber nicht. Seit 1994 hat man den touristischen Wert der Lage erkannt und bemüht sich seitdem Lavrion dem Standard der deutlich wohlhabenderen Nachbargemeinden anzupassen. Heute hat sich das Erscheinungsbild der Gemeinde stark verändert. Im Zentrum der Stadt, rund um den Fischmarkt, wurden die Straßen mit großen Kopfsteinpflastern neu belegt und geben ein sehr schönes Städtebild ab. Zwischen dem kleinem Park und der Hauptstraße haben sich viele kleine Cafés und gemütlichen Tavernen niedergelassen. Lavrion hat heute durchaus etwas von einem attraktiven Ort.
Das große Hafenbecken ist Fähr-, Handels-, Fischer- und Yachthafen zugleich. Im Hafen ist meist rund um die Uhr Betrieb. An den Wochenenden verstärkt sich die Betriebsamkeit durch den erhöhten Fährverkehr und die ein- bzw. auslaufenden Charteryachten noch zusätzlich. Gastlieger können an der nördwestlichen Ecke der Mole oder aber an der Südseite des Charterstegs festmachen. Liegegebühren werden meisten keine erhoben. Strom und Wasser stehen zur Verfügung. Sanitäre Anlagen gibt es keine. Die ansässigen Charterfirmen haben brauchbare Container mit WC´s und Duschen aufgestellt. An Wochenenden sind die wenigen Duschen und Toiletten dem Ansturm an Chartergästen jedoch keinesfalls gewachsen.
Lavrion ist ein sehr lauter Hafen. Von den angrenzenden Cafés, Bars und der Diskothek kommt laute Musik bis in die frühen Morgenstunden herüber. Der Krach wird durch die immer wieder vorbeifahrenden Scooter, Motorräder und Autos, die teilweise völlig ohne Geräuschdämpfung auszukommen scheinen, noch verstärkt. Ortsansässige sagen, dass es eine ungeschriebene Übereinkunft zwischen der Polizei und den Jugendlichen gibt, die besagt, dass die Polizei die jungen Leute gewähren lässt und dafür die Yachten im Hafenbecken in Ruhe gelassen werden. Gut vorstellbar, denn in anderen Häfen fliegen schon mal schwere Steine durch geschlossene Luken.
Umbau des Hafenbeckens Lavrion Der Hafen soll eine neue Mole bekommen, die auch Schutz vor den in den Wintermonaten auftretenden Südwinden bietet. Ferner sollen einige neue Schwimmstege mit Muringleinen entstehen, so dass der Sportbootbereich dann Marina ähnlichen Charakter hat. In das im Winter 2012 / 2013 abgerissene Gebäude vor dem Charterpier soll wieder eine Restaurant einziehen. Die geplante Bauzeit für alle Umbaumaßnahmen soll ca. 5 Jahre betragen. 2013 waren erste Anzeichen eines Baubeginns zu erkennen.
Einkaufen in Lavrion Die Einkaufsmöglichkeiten im Umkreis des Hafens sind gut. Es gibt eine Reihe kleinerer und mittelgroßer Supermärkte, die zum Teil auch auf die Yacht liefern. Neben den Supermärkten gibt es auch einige Bäckereien und Metzgereien sowie den Fischmarkt auf dem jeden Tag frischer Fisch angeboten wird.
Essen und Freizeit Direkt vor dem Yachthafen gibt es einige mehr oder weniger gute Restaurants und Tavernen. Um den Fischmarkt herum haben sich diverse Cafés und Tavernen niedergelassen, die gerne auch von den Einheimischen besucht werden. Wer es mit der Nahrungsaufnahme etwas eiliger hat, findet im Zentrum und bei dem großen Gebäudekomplex in Hafennähe auch gute Fast Food Angebote. Man sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen die neu gemachte Ortsmitte zu erkunden. Kein ganz großes touristisches Highlight, aber man erkennt die Bemühungen um ein bisschen mehr touristischen Glanz deutlich. Absolut sehenswert ist der Poseidon Tempel am Kap Sounion. Der 440 v. Chr. erbaute Tempel war eine Stätte, an der Seeleute um die Gunst des Meeresgottes bitten konnten.
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